Biografie
Mad man Blues
Über zwanzig Jahre ist der Hamburger Andy Hart nun live schon dabei, aber zur ersten eigenen CD reicht es erst jetzt. Nach dem Warum gefragt, antwortet der sympathische Hamburger entwaffnend ehrlich: "Weil ich den Arsch nicht hochgekriegt habe.
Glücklicherweise ist das nun passiert, denn was der exellente Gitarrist und Ausnahmesänger mit seinen Kollegen Lars Vegas (Kontrabass), Roy Dyke (Schlagzeug), Henry Heggen und Marc Breitfelder (beide Harp) und Georg Schroeter (Piano) da abliefert, ist eine spitzenmäßig gespielte Mischung diverser alter Bluesstile. Das hört sich nach einem Juke Joint irgendwann zwischen 1940 und 1960 an.
Besonders schön kommen dabei die fantasievollen Eigenkompositionen Harts und die beiden plattdeutschen Nummern "Söt Un Schön" 8aka "You Aint Nothin´But Fine") und "Achterdör". Aber auch Coverversionen wie "Just You Fool", "Little Girl" oder " Mad man Blues" kommen so intensiv und direkt daher, dass der Bluespurist jubelt. Dummerweise aber ist es ein wenig schwierig, an dieses Topalbum zu kommen, denn wie es bei Bluesmusikern oft der Fall ist, kann man Hart im Geschäftlichen nicht als besten Diener seiner eigenen Sache bezeichnen.
Und so gibt es "Mad man Blues" nur auf Anfrage unter Tel 040/249872. Aber ein Anruf ist ja schließlich auch keine größere Mühe, als sich durch Dutzende von Plattenläden zu kämpfen, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Und jedem echten Bluesfan sei versichert: Es lohnt sich sehr!
(ThR)
Bluesnews Ausgabe 26 Juli-Sept. 2001 www.Blues-Germany.de
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